Grundlagen der Farbgestaltung

Grundlagen der Farbgestaltung

Es ist nicht einfach, einen einheitlichen Wohnstil umzusetzen. Vor allem Farben können dir dabei helfen, eine stimmige Wohnatmosphäre zu schaffen, die deinen Geschmack genau widerspiegelt. Grundsätzlich gibt es natürlich keine Grenzen in Sachen Design und Farbgestaltung. Wenn du aber keine Ahnung hast, wo du anfangen sollst, haben wir ein paar Tipps und Tricks für dich, um ein einheitliches Farbkonzept für dein Wohnraumdesign zu erstellen.


Wie machen es die Profis?

Bevor Designer damit beginnen, die Farben zu wählen und Möbel zu bestellen, wird ein umfassendes Farbkonzept erarbeitet. Dafür werden mehrere Bereiche berücksichtigt:

  • In welcher Wechselwirkung sollen die Farben und Materialien im Raum zueinanderstehen?
  • Welche Farbkontraste sollen geschaffen werden?
  • Welchen Sättigungsgrad sollen die Farben haben?
  • In welchem Größenverhältnis stehen Farb- und Materialflächen zueinander?
  • Welche Oberflächen im Raum sollen welche Farben oder Materialien haben?

Da sowohl Farben als auch Materialien einen aktiven Einfluss darauf nehmen, wie wir uns in einer Umgebung fühlen, sollte das Konzept auf die Nutzung und die Personen im Raum abgestimmt sein. Ein Wohnzimmer benötigt entsprechend andere Farben als ein Büro oder die Küche.
Das Farbdesign beschränkt sich bei der Planung nicht nur auf Wandfarben. Auch andere Bereiche sollten miteinbezogen werden. Vor allem Bereiche, die eine große Oberfläche haben, sind relevant:

  • Fußböden
  • Möbel
  • Gardinen
  • Türen/Fenster

Fügen sich all diese Elemente ineinander ein, kann der gewünschte Look perfekt umgesetzt werden.

 

Farbwissen für den Wow-Effekt

Um ohne großen Aufwand den Stil eines Raums gezielt zu gestalten, solltest du dich an ein paar einfache Grundregeln halten. Damit kannst du etwa kleine Räume größer wirken lassen oder eine visuelle Nutzteilung schaffen.

Versuche, innerhalb des Farbkonzepts und Raumdesigns ein einheitliches Thema aufzugreifen. Das kann etwa durch ein Muster, eine Farbfamilie oder auch Materialien umgesetzt werden, die immer wiederkehren. Vermeide es dabei jedoch etwa das exakt gleiche Muster mehrfach zu verwenden. Nutze besser ähnliche Muster, die gut zueinander passen – Kissen, Vorhänge und Tapeten mit verschiedenen floralen Mustern.

Verwende in niedrigen Räumen eine helle Denkenfarbe, die nicht komplett weiß ist, wie etwa Ruhrschimmer. Kombiniere dies mit einer leicht dunkleren Wandfarbe wie Haldenschutt, um den Raum optisch zu erweitern.

Streiche die Stirnseite in sehr langen Räumen mit einer kräftigen Farbe wie Schachtblume, um den Raum kompakter wirken zu lassen. Für kleine Räume bietet es sich an, einen Bodenbelag zu wählen, der sowohl durchgehend ist, als auch farblich nah an der Wandfarbe ist. Wenn die Möglichkeit besteht, solltest du auch Türrahmen und Fensterrahmen in einem passenden Farbton streichen.

Wenn du in Nachbarräume blicken kannst, sollten diese zumindest in Teilen zum Farbkonzept des Hauptraums passen. Hier kannst du zum Beispiel aus Farben aus der gleichen Farbfamilie zurückgreifen. Außerdem ist der Farbkreis ein wichtiges Werkzeug für die Gestaltung von einheitlichen Farbkonzepten.

Tipp: Nutze im Farbkreis nebeneinanderliegende Farben, um ein harmonisches Farbkonzept zu schaffen. Um wirkungsvolle Kontraste umzusetzen, wähle Farben, die im Farbkreis gegenüber liegen.

 

Farben wählen, die funktionieren

Ob du von Grund auf renovierst, ein Haus neu baust oder eine Akzentwand streichen möchtest, stell dir folgende Fragen, um die richtige Farben zu wählen:

  • Wie wird der Raum verwendet?
  • Wie oft hältst du dich in dem Raum auf?
  • Welche Stimmung soll der Raum haben?
  • Wie viel Licht fällt in den Raum?
  • Gibt es Farben, die bereits dominieren?
  • Gibt es Möbel, die in jedem Fall in den Raum gehören?

Anhand dieser Fragen kannst du zumindest die Farbfamilie gut eingrenzen. Soll der Raum etwa als kreatives Büro verwendet werden und es hat viel Tageslicht, sind helle, fröhliche Farben wie Lorenz passend. Gibt es viele weiße Möbel im Raum und du möchtest dich häufig darin aufhalten, um zu entspannen, ist eine gedeckte und harmonische Farbe wie Bömsken genau die richtige Wahl.

Tipp: Wenn du dir unsicher bist, ob die Farbe für deinen Raum richtig ist, nutze Farbtonmuster. Hänge diese an einer prominenten Stelle im Raum auf und lasse sie dort für mindestens 24 Stunden hängen. So kannst du genau sehen, wie sich die Farbe mit unterschiedlichen Farben verhält und ob es dir gefällt.
Farbkontraste richtig anwenden

Ein weiterer Eckpfeiler für erfolgreiche Farbkonzepte ist die richtige Umsetzung von Farbkontrasten. Hier ist es wichtig, ob der Raum eher kühl und modern oder warm und einladend gestaltet werden soll. Ein passender Kontrast wird über den Farbkreis bestimmt. Einen modernen Look erhältst du, indem du dich für einen abgegrauten Grundton entscheidest, der eher kühl ist. Grünspan ist dafür passend. Im Farbkreis schaust du dann nach einer Farbe, die Grün gegenüberliegt. Das sind unter anderem Rot, Rot-Orange und Rot-Violett. Runde das Farbkonzept im Raum zum Beispiel mit einem Sessel in einem warmen Rotton ab, um einen harmonischen Kontrast zu schaffen.

Eine warme Grundfarbe wie Bömsken schafft mit Akzenten in einem gedeckten Grün ein stimmiges Raumbild.

 

Dunkle Farben fügen sich nahtlos ein

Auch wenn es etwas überraschend klingen mag, dunkle Farben fallen weniger auf als helle Farben. Schau mal in den Straßenverkehr, dort erregen weiße Autos mehr Aufmerksamkeit als schwarze oder dunkelblaue Exemplare. Daher eignen sich dunkle Farben wie Steinkohle und Schachtblume sehr gut, wenn einzelne Raumbereiche in den Hintergrund rücken sollen. Oft gibt es einen Pfeiler oder einen Vorsprung, der nicht so recht in den Raum passen will. Diese Ecken werden mit dem passenden Anstrich elegant in das Gesamtkonzept integriert.

 

Fazit – ein gutes Farbkonzept ist keine Zauberei

Du musst keine Designagentur engagieren, um in den eigenen vier Wänden ein einzigartiges und stimmiges Farbkonzept zu genießen. Nutze die einfachen Grundregeln der Farbenlehre und halte dich an den Farbkreis. Unsere Pottfarben sind innerhalb von einzelnen Farbfamilien zusammengestellt und du kannst deine gesamte Wohnung traumhaft schön damit im passenden Farbkonzept gestalten.