Richtig abkleben, aber wie die Profis!

Richtig abkleben, aber wie die Profis!

Wenn du deine Bude mit unseren Pottfarben renovieren willst, dann ist eine gute Vorbereitung unverzichtbar. Vor allem das richtige Abkleben macht einen echten Unterschied. Aber hier reicht es nicht aus, ein paar Plastiktüten aus Omas Sammeltasche auf den Boden zu kleben. Um das beste Ergebnis zu sichern, haben wir die besten Tipps und Tricks für dich. Dann klappt es auch mit dem Wändestreichen.


Klebeband und Co. – die passenden Materialien kaufen

Klebeband wird in vielen Varianten angeboten. Das Günstigste ist in der Regel das Kreppband. Dies ist jedoch nicht optimal für das Abkleben bei Malerarbeiten geeignet. Es ist leicht wellig und die Farbe kann unter das Klebeband laufen, was einen unsauberen Abschluss gibt. Glattes Malerband wird in diversen Breiten angeboten und ist am besten geeignet.

Soll der Boden vor Verschmutzungen geschützt werden, gibt es drei Optionen:

  • Plastikplanen zum Ankleben – diese sind oft schwer zu Handhaben und verrutschen ständig. Außerdem sind sie schlecht für die Umwelt.
  • Bodenabdeckpapier – das wird in praktischen Rollen angeboten und kann leicht zugeschnitten werden. Es lässt sich außerdem leicht zu einer durchgehenden Fläche verkleben.
  • Malervlies – hier gibt es große Vliesmatten, die sich mehrfach verwenden lassen. Wenn du dich also mit der Pottfarbe auf eine Renovierreise durch dein Zuhause machst, sind diese eine gute Investition.

Es gibt auch eine spezielle Glasschutzfolie, die sich einfach auf das Glas kleben lässt und es vor Farbspritzern schützt. Die Folie ist lichtdurchlässig, um die Arbeit nicht einzuschränken.

Tipp: Wenn du zu viel Klebeband oder andere Utensilien im Baumarkt gekauft hast, kannst du diese in der Regel problemlos zurückgeben. Also lieber ein paar Rollen extra kaufen und auf Nummer sichergehen.


Die Oberfläche richtig vorbereiten

Egal, was abgeklebt wird, achte darauf, dass die Oberfläche sauber, trocken und staubfrei ist. Selbst kleinste Rückstände können das Klebeband anheben und die Farbe läuft darunter. Darüber hinaus wird die Klebkraft beeinträchtig. Das Klebeband kann dann einfach von der Wand fallen.

Nicht jede Oberfläche eignet sich dazu, abgeklebt zu werden. So bietet etwa unbearbeitetes Holz keine ausreichende Haftung. Auch bei Steinoberflächen solltest du aufpassen. Denn hier kann es beim Aufkleben zu einer Materialreaktion kommen und es bleiben unschöne Verfärbungen zurück.

Liegt die Raumtemperatur zwischen 15 und 25 °C ist sie ideal, um eine gute Hafung zu sichern. Sind die Wände zu kalt oder zu warm, verliert der Kleber seine Kraft und auch die Farbe wird nicht richtig aufgenommen.


Gerade und durchgehend aufkleben

Um ein sauberes Ergebnis zu haben, sollten gerade Strecken möglichst in einem Stück verklebt werden. Wird hier gestückelt, kann an diesen Stellen die Farbe leichter unter das Band laufen. Nimm dir Zeit, alles ordentlich abzukleben. Nutze bei Bedarf eine Wasserwaage, um gerade Kanten zu streichen. Drücke Luftblasen unter dem Klebeband heraus und ziehe das Klebeband nicht auseinander. Einige Bänder sind leicht elastisch. Übe außerdem genügend Druck beim Aufkleben aus, das erhöht die Haftung.

Wenn du über eine Ecke hinaus abklebst, lass das Klebeband auf keinen Fall gerade zur Ecke enden. Klebe über die Ecke hinaus, und zwar von beiden Seiten. Achte darauf, dass die überlappenden Enden genau aufeinandersitzen.

Teste an einer kleinen Stelle, ob sich das Klebeband rückstandslos entfernen lässt. Lass es etwa 30 Minuten antrocknen und ziehe es dann ruckartig von der Wand. Wenn es keine Klebereste hinterlässt oder Teile der Wand abzieht, kannst du es problemlos verwenden.


Saubere Farbübergänge abkleben

Du hast gleich mehrere Pottfarben für die Wandgestaltung eingeplant? Dann gilt es, ein paar Dinge beim Abkleben zu beachten. Denn um eine saubere Farbkante zu erhalten, reicht es meistens nicht aus, einfach abzukleben:

Streiche den ersten Teil der Wand in der gewünschten Farbe und streiche anschließend ein paar Zentimeter in die Fläche, die eine andere Farbe erhalten soll. Klebe nun die Kante zur zweiten Fläche sauber ab. Überstreiche das Klebeband an der Seite, die zur zweiten Farbe mit der ersten Farben angrenzt. Die Farbe läuft so in mögliche Luftlöcher und füllt diese aus. Lass die Farbe komplett austrocknen und streiche dann mit dem zweiten Farbton weiter. Dieser wird ebenfalls über die Kante des Klebebandes gestrichen.


Das Klebeband richtig entfernen

Ist die Farbe beim Abziehen des Klebebands zu trocken, kann es sein, dass ganze Farbstücke abgezogen werden. Ist die Farbe zu feucht, kann sie verlaufen. Daher ist es wichtig, den richtigen Moment anzupassen. Frisch aufgetragene Farbe hat einen feuchten Schimmer. Beim Trocknen wird die Farbe etwas heller und die Oberfläche erscheint matt – das ist der richtige Moment, um die Klebestreifen von der Wand zu ziehen.

Hier unbedingt langsam und gleichmäßig arbeiten. Wird das Band zu schnell abgezogen, kann es die Oberfläche einreißen. Achte auch darauf, dass du feuchte Farbreste vom Klebeband nicht aus Versehen an die Wand schmierst.

Ist das Band zu fest und es lässt sich nicht richtig von der Wand lösen, kann ein Föhn Abhilfe schaffen. Einfach den Kleber etwas erwärmen und das Band langsam abziehen.